Neuerung auf dem SH Netz Cup

Mit den Stand-Up-Paddlern vom TSV Borgstedt wird es einen völlig neuen Programmpunkt geben. Am Freitag stellen die Sportler ihre Wassersportsparte vor und stehen auch für Fragen bereit. Und bei einem Wettbewerb wird es richtig spannend an der Kaimauer des Rendsburger Kreishafens. Trainer Micha Mark Knierim erzählt, was euch erwartet.

Der Stämpfli-Express

Längstes Ruderboot der Welt beim SH Netz Cup

Stämpfli-Express, das längste Rennruderboot der Welt

Ende August wird es spannend. Dann kämpfen die besten Achter der Welt auf dem Nord-Ostsee-Kanal um den Sieg beim SH Netz Cup. Und unmittelbar davor bietet sich den Zuschauern an der 12,7 Kilometer langen Strecke von Breiholz bis nach Rendsburg ein weiteres Highlight: Der „Stämpfli-Express“ aus der Schweiz kommt an den Kreishafen.

Er gilt mit einer Besatzung von 24 Mann als das längste Ruderboot der Welt (Länge: 42 Meter). Es ist so lang, dass es erst im Wasser zusammengebaut werden kann. Wer die Herausforderung annehmen wird, hier mit an Bord zu sein, erfahrt ihr bald hier. Seid gespannt!

21. SH Netz Cup mit Rudermarathon, maritimen Gästen und neuen Wettbewerben

Stecken mitten in den Vorbereitungen für den 21. SH Netz Cup: Jürgen Muhl (Mitglied der Chefredaktion des sh:z, von links), Andreas Schmidt (Leiter Zentrale Programmaufgaben, NDR Landesfunkhaus SH), Wolfgang Berndt (Sportlicher Leiter des SH Netz Cup), Matthias Boxberger (Aufsichtsratsvorsitzender Schleswig-Holstein Netz AG) und Florian Berndt (Geschäftsführer Canal-Cup Projekt GmbH).

Stecken mitten in den Vorbereitungen für den 21. SH Netz Cup: Jürgen Muhl (Mitglied der Chefredaktion des sh:z, von links), Andreas Schmidt (Leiter Zentrale Programmaufgaben, NDR Landesfunkhaus SH), Wolfgang Berndt (Sportlicher Leiter des SH Netz Cup), Matthias Boxberger (Aufsichtsratsvorsitzender Schleswig-Holstein Netz AG) und Florian Berndt (Geschäftsführer Canal-Cup Projekt GmbH).

Zu Besuch beim SH Netz Cup: Feuerschiff ELBE 1, das längste Ruderboot der Welt und 50 Drohnen

Die Region Rendsburg und die Ruderwelt können sich auch in diesem Jahr auf den Schleswig-Holstein Netz Cup freuen. Das härteste Ruderrennen der Welt samt umfangreichem Rahmenprogramm wird vom 27. bis 29. August stattfinden. Im vergangenen Jahr war die Veranstaltung coronabedingt in den Oktober verschoben worden.

Aktuell feilen die Veranstalter noch an den Shows, die auf der NDR-Bühne geboten werden sollen und planen Programmpunkte abseits des Rudersports. Vieles steht derweil schon jetzt fest: „Wir werden weitere Elemente mit aufnehmen und den Freitagabend neu erfinden“, sagt Florian Berndt, Geschäftsführer der Canal-Cup Projekt GmbH. Unter anderem soll es einen Wettbewerb im Stand-Up-Paddling sowie eine Vorstellung der beliebten Sportart geben. Zudem ist eine LED-Show geplant. Matthias Boxberger, Aufsichtsratsvorsitzendender des Titelsponsors SH Netz dazu: „Wir bringen in diesem Jahr die Energie nicht nur ins Land und aufs Wasser, sondern auch in die Luft – mit unserer speziellen Drohnenshow.“

Ein weiteres sportliches Highlight kommt mit dem „Stämpfli-Express“ aus der Schweiz an den Kreishafen. Er gilt als das längste Ruderboot der Welt und soll sogar auf die Langstrecke von Breiholz nach Rendsburg gehen – und dabei die 12,7 Kilometer zurücklegen, die auch die internationalen Achter beim Hauptrennen schaffen müssen. Eine große Herausforderung, schließlich sind 24 Personen an Bord. „Das Boot ist einzigartig und steht an diesem Wochenende für die Interaktion mit der gesamten Rudererwelt des Landes“, so Wolfgang Berndt, Sportlicher Leiter der Veranstaltung. Die Besatzung soll aus den Rudervereinen rekrutiert werden.

Als „maritime Gäste“ kommen das Feuerschiff „ELBE 1“ aus Cuxhaven sowie der Marine-Hochseeschlepper „Spiekeroog“ an den Kanal. Nach dem coronabedingten Ausfall im vergangenen Jahr sind auch der „Sparkassen CanalTriathlon“ und der „FeuerdrachenCup“ der Feuerwehren im Land wieder fester Bestandteil des Programms. Die Kameraden werden in den einzigartigen 50er-Drachenbooten gegeneinander paddeln und erstmals sogar in voller Atemschutzschutzmontur auf dem Ergometer gegen ihre Kameraden aus den anderen Wehren antreten.

Die Veranstalter sind froh, dass der Schleswig-Holstein Netz Cup stattfinden kann – und dankbar mit Blick auf das sehr besondere vergangene Jahr. Die Zusammenarbeit mit den Behörden lief sehr konstruktiv, die ehrenamtlichen Helfer haben alles gegeben. „Wir möchten uns aber auch bei den Sponsoren und Medienpartnern bedanken. In diesem schweren Jahr ist nicht ein einziger abgesprungen. Alle haben an uns geglaubt und die Veranstaltung nicht in Frage gestellt“, sagt Olaf Walter aus dem Organisationsstab.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird das Gesamtprogramm noch einmal im Detail auf einem Pressetermin vorgestellt. Dann wird auch bekanntgegeben, welche Künstler auftreten, welche der internationalen Achter an den Start gehen und welche Hygiene-Regeln es möglicherweise für die Fans und Besucher geben wird.

SH Netz Cup 2021: Pressemitteilung – 21. SH Netz Cup mit Rudermarathon, Gästen und Wettbewerben (pdf)

Europameister zu Besuch im Museum

Europameister zu Besuch im Museum

Das Historische Museum in Rendsburg wurde in diesem Sommer umfangreich neu gestaltet. Und weil bei der Eröffnung auch Wolfgang Berndt, sportlicher Leiter des SH Netz Cup, dabei war, reifte sofort die Idee, mit den Ruderern kurz vor dem Rennen wiederzukommen. Schließlich befindet sich mit dem Ergometer eine ziemlich einmalige Attraktion in den Räumlichkeiten im Kulturzentrum. Wer hier Platz nimmt, kann mit Blick auf eine Leinwand die gesamten 12,7 Kilometer von Breiholz bis nach Rendsburg nachrudern. Museumsleiter Martin Westphal: „Der Ergometer ist mit dem Film gekoppelt. Wenn Sie anfangen, zu rudern, setzten sie die Filmsequenz in Gang.“

Unbedingt testen sollte das natürlich Martin Sauer, der normalerweise den Takt im Boot vorgibt. Und er zeigte, dass auch er sehr sportlich ist. Westphal: „Und wer richtig Bock hat, der guckt und sich das ganze Rennen dann nochmal am Terminal an.“ Das Besondere hier: Auch der Ton ist mit dabei. Martin Westphal richtet seine Worte mit einem kleinen Grinsen an Steuermann Martin Sauer: „Da können sie hören, wie sie ihre Jungs zusammenpfeifen.“

Auch die beiden Ruderer Laurits Follert und Hannes Ocik waren begeistert von dem, was hier geboten wird. „Da krieg ich gleich Gänsehaut“, so Schlagmann Ocik, als er sich den Beginn des Rennens von 2019 ansah und anhörte. Schließlich war es ein sehr besonderes Rennen, das der Deutschland-Achter zwar gewinnen konnte, allerdings sehr knapp – ein Ruderer erlitt einen Schwächeanfall und fiel kurz vorm Ziel aus. Mit nur sieben Sekunden Vorsprung vor den Holländern ging es über die Ziellinie unter der Eisenbahnhochbrücke.

Martin Westphal freut sich, den Besuchern einen solch nahen Einblick in das härteste Ruderrennen der Welt geben zu können: „Wir stehen normalerweise am Ufer und gucken. Aber was da auf dem Boot los ist und sich an Bord abspielt, das ist eine Dynamik, die ich vorher noch nie erlebt habe.“ Martin Sauer bestätigt: „Die Dynamik vom letzten Jahr haben wir alle vorher noch nicht erlebt.“