Feuerwehren sagen Corona-bedingt ab

Organisatoren stellen neues Drachenbootrennen auf die Beine

Wolfram Faust

Wolfram Faust

Die Feuerwehren haben ihre Wettbewerbe auf dem SH Netz Cup abgesagt und dies mit den steigenden Infektionszahlen begründet. Ein Besuch auf dem SH Netz Cup lohnt sich trotzdem.

In Windeseile wurde der Samstagnachmittag neu organisiert. Von 14 bis etwa 15 Uhr werden die Moderatoren mit verschieden Interviewpartnern sprechen, um die Besucher zu unterhalten. Mit dabei unter anderem die Kreisverkehrswacht, die Bundeswehr, die deutsche Sporthilfe und der Kommandant des Seeschleppers „Spiekeroog“, Kapitän Matthias Todtenbier.

Im Anschluss startet um 16 Uhr ein Drachenbootrennen mit vier Teams. Für den Spaßwettkampf haben sich spontan bereit erklärt: die DLRG, die Bundeswehr, die Troubleshooter, die sich jedes Jahr um den Auf- und Abbau der Veranstaltung kümmern und da helfen, wo sie gebraucht werden, und schließlich die Steuerleute, die in den vergangenen Jahren die Lenkung der Drachenboote übernommen haben.

Die Veranstalter sind mehr als froh, „dass wir so schnell noch was aufs Wasser kriegen konnten“, so Olaf Walter. Die Boote werden Corona-bedingt nur mit acht statt 20 Leuten besetzt, und nach jeder Nutzung desinfiziert.

Wolfram Faust (Foto) gehört zu den Steuerleuten, die aus dem Ruhrpott angereist sind und sowieso bereits vor Ort sind. Für ihn, als Chef der Firma „Drachenbootevents“, sind Boote das tägliche Metier. Normalerweise coacht der Olympiateilnehmer und Ex-WM-Dritte andere Teams. Jetzt freut er sich, mal wieder selbst an den Start zu gehen.

Der Sprint der Internationalen Achter auf dem Kanal findet wie geplant um 17 Uhr statt!

SH Netz Cup 2020 eröffnet

SH Netz Cup 2020 mit Konzert von Glasperlenspiel. Foto: Michael Holzem

SH Netz Cup 2020 mit Konzert von Glasperlenspiel. Foto: Michael Holzem

Der gestrige Abend wurde zu einer emotionalen Eröffnung des 20. SH Netz Cups: Glasperlenspiel boten eineinhalb Stunden eine tolle Show und zeigten sich sichtlich bewegt, wieder live auftreten zu dürfen. Auch das Publikum verdient ein großes Lob, alle blieben auf ihren Plätzen sitzen, die die Helfer am Mittag mit dem Zollstock in der Hand verteilt hatten. So kann es heute Abend weitergehen. Dann spielt die Hermes House Band.

Planänderung am Kreishafen

Die Feuerwehren werden heute Corona-bedingt leider nicht auf den Ergometern rudern und nicht in die Drachenboote steigen. Ein Besuch auf dem SH Netz Cup lohnt sich trotzdem schon jetzt, denn

  • auf der Spiekeroog gibt es ein „Open Ship“,
  • die Bundeswehr ist mit der Sportfördergruppe vor Ort und veranstaltet eine 250 Meter Ruder-Ergo Challenge,
  • bei der der Tagesbeste etwas gewinnen kann, die Verkehrswacht bietet eine Fahrt mit dem Handyablenkungsfahrsimular an, zudem gibt es einen Radfahrsimulator, bei dem auf dem Bildschirm immer wieder unerwartete Situationen auftreten,
  • beim Stand des Landessportverbands kann man sich an einer Kletterwand probieren.

Der Sprint der Internationalen Achter auf dem Kanal findet wie geplant um 17 Uhr statt!

Rudern in voller Atemschutzmontur

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Rendsburg macht sich fit für den Ergo-Atemschutz-Cup. Am Samstag tritt sie ab 10 Uhr gegen 17 weitere Wehren aus dem ganzen Land auf der NDR-Bühne an. Dabei werden die Retter ordentlich ins Schwitzen kommen. Der Grund: Sie tragen wegen der Schutzkleidung und der Atemschutzausrüstung mindestens 25 zusätzliche Kilogramm mit sich herum. In eineinhalb Minuten verbrauchen sie dabei so viel Luft wie sonst in einer halben Stunde.