SparkassenCanalTriathlon 2021

SparkassenCanalTriathlon 2021

Die Sieger des SparkassenCanalTriathlon 2021 stehen fest. Bei den Herren setzte sich Lukas Schnödewind souverän durch, bei den Damen lief Paula Günther als erste über die Ziellinie im Rendsburger Kreishafen. Für die Zweitplatzierte Mayra Tobian kam es auf dem Rad kurz vor Schluss noch zu einem kleinen Schreckmoment. „Ich habe auf den letzten 500 Metern nicht mehr gut genug aufgepasst, die Bahnschienen waren mein Ende“, sagte sie. Trotzdem hat sie es noch auf den zweiten Platz geschafft. Und nächstes Jahr? Angriff auf Platz 1? Mayra Tobian: „Paula ist ganz stark Rad gefahren, da muss ich noch einiges reinholen.“ Für Lisa und Kari Sönnichsen aus Kiel war es eine Premiere. „Es ist unser erster Triathlon überhaupt, also drückt uns die Daumen“, so Lisa kurz vor dem Start. Auch Sören Abendroth (Sparkasse Mittelholstein) machte in der Staffel mit. „Wir freuen uns riesig, wieder dabei zu sein und hoffen, dass auch im nächsten Jahr viele kommen, um in den Kanal zu springen.“

SH Netz Cup 2021 offiziell eröffnet

SH Netz Cup 2021 offiziell eröffnet

Janet Sönnichsen, Rendsburgs Bürgermeisterin, Matthias Boxberger (SH Netz) und Wirtschaftsminister Bernd Buchholz haben am Freitagabend den 21. SH Netz Cup eröffnet. Alle drei zeigten großen Respekt für die Veranstaltung und die Sportler. Buchholz: „Das sind nicht nur solche Schränke, sondern beeindruckende Persönlichkeiten.“ Wie in jedem Jahr kam auch jetzt die Frage nach einem Tipp für den Ausgang des Hauptrennens am Sonntag. Wer gewinnt? Boxberger: „Wer gewinnt, ist ganz klar die Region.“ Auch Bürgermeisterin Sönnichsen schiffte um die Beantwortung der Frage herum. „Als erstes kommt der Stämpfli-Express ins Ziel.“ Das längste Ruderboot der Welt startet am Sonntag, kurz vor dem Rennen der internationalen Achter.

Premiere: SUP-Wettkampf im Becken des Rendsburger Kreishafens

Premiere: SUP-Wettkampf im Becken des Rendsburger Kreishafens

„Es war anstrengend“, sagt Tina Paulsen (vorn links). Als Siegerin des ersten SUP-Wettkampfs in der Geschichte des SH Netz Cup findet sie nach dem Zieleinlauf klare Worte. Die Bedingungen waren ideal, so Organisator Micha Mark Knierim. Mit Wellen hatten die zehn Teilnehmer nicht zu kämpfen. „Wenn hier nicht noch die Aida vorbeikommt“, so Knierim kurz vorm Start. Ihm und dem Rest des Orga-Teams des TSV Borgstedt war es wichtig, einmal zu zeigen, dass man Stand-Up-Paddeln auch durchaus sehr sportlich und im Wettkampf betreiben kann. „Es ist nicht nur eine Luftmatratzenerweiterung“, ergänzt er mit einem Augenzwinkern. Und in der Tat: Nachdem die Teilnehmer die Anfangsträgheit der Bords überwunden hatten, ging es flott weiter. Auf dem zweiten Platz landete Stephan Post, dritte wurde Antje Coordts (beide vorn).

Deutschlandachter kommt mit einem SH Netz Cup-Neuling nach Rendsburg

Deutschlandachter. Foto: Lennart Heyduck

Deutschlandachter. Foto: Lennart Heyduck

Ende Juli holte der Deutschlandachter Silber bei den Olympischen Spielen in Tokio. Anfang August kehrte das Team aus Japan zurück und verabschiedete sich in die trainingsfreie Zeit. „Die meisten von uns haben Heimaturlaub gemacht. Einfach mal wieder ein bisschen zu Hause sein, Zeit mit Familie und Freunden genießen“, erzählt Schlagmann Hannes Ocik. Jetzt sind die Sportler bereits wieder in Dortmund und bereiten sich auf den SH Netz Cup in Rendsburg vor.

Hannes Ocik und sein Team hoffen auf möglichst viele Zuschauer entlang der 12,7 Kilometer langen Strecke. „Das ist einfach eine Distanz, da sind wir auf die Zuschauer angewiesen, die uns pushen, ohne die geht gar nichts.“ In ihren etwa 20 Kilometer langen Rudereinheiten stimmen sich die Sportler aktuell auf Rendsburg ein. „Es geht jetzt noch darum, innerhalb der Mannschaft die Abstimmung zu verfeinern“, erklärt Ocik. Mit Wolf-Niclas Schröder ist ein SH Netz Cup-Neuling mit dabei. Er ersetzt Johannes Weißenfeld, der verhindert ist. Was sagt man jemanden, der die 12,7 Kilometer erstmals mit durchhalten muss? Ocik: „Es wird lang und hart, lang und hart.“

Für den Deutschlandachter ist das Rennen auf dem Kanal der Saisonabschluss. „Insgesamt ist das Event in Rendsburg echt cool“, so Ocik. Und trotzdem: Der Respekt schwingt mit. Am meisten freuen sich die Ruderer auf den Zieleinlauf, wenn die härteste Distanz des Jahres wieder einmal hinter ihnen liegt.

Das längste Ruderboot der Welt ist in Rendsburg angekommen

Das längste Ruderboot der Welt ist in Rendsburg angekommen

Mehr als 2000 Kilometer in gerade einmal zwei Tagen. Wolfgang Berndt, sportlicher Leiter beim SH Netz Cup, zeigt großen Einsatz für die inzwischen 21. Auflage der Veranstaltung. Am Montag machte er sich auf den Weg nach Zürich in die Schweiz, um den „Stämpfli-Express“ persönlich an den Nord-Ostsee-Kanal zu bringen. Am späten Dienstagabend war die Tour fast geschafft. „0.50 Uhr Ankunftszeit sagt der Computer“, sagte Berndt gegen 23 Uhr am Telefon. „Ich fahre und der Bootswagen folgt mir unauffällig.“

Das längste Ruderboot der Welt wird am Sonntag in Breiholz an den Start gehen und die gesamte Marathon-Distanz zurücklegen, die auch die internationalen Achter eine Stunde später in Angriff nehmen. Der große Unterschied: Im „Stämpfli-Express“ sitzen nicht acht, sondern 24 Personen – allesamt erfahrene Ruderer. Bewerbungen um einen der begehrten Plätze gab es dreimal so viele. In welcher Zeit die bunt zusammengewürfelte Truppe die Strecke zurücklegt, und ob sie es überhaupt schafft, zeigt sich am Sonntag, 29. August, ab 13.15 Uhr. Soviel steht allerdings fest: Die Sportler sind mehr als nur motiviert.