Premiere: SUP-Wettkampf im Becken des Rendsburger Kreishafens

Premiere: SUP-Wettkampf im Becken des Rendsburger Kreishafens

„Es war anstrengend“, sagt Tina Paulsen (vorn links). Als Siegerin des ersten SUP-Wettkampfs in der Geschichte des SH Netz Cup findet sie nach dem Zieleinlauf klare Worte. Die Bedingungen waren ideal, so Organisator Micha Mark Knierim. Mit Wellen hatten die zehn Teilnehmer nicht zu kämpfen. „Wenn hier nicht noch die Aida vorbeikommt“, so Knierim kurz vorm Start. Ihm und dem Rest des Orga-Teams des TSV Borgstedt war es wichtig, einmal zu zeigen, dass man Stand-Up-Paddeln auch durchaus sehr sportlich und im Wettkampf betreiben kann. „Es ist nicht nur eine Luftmatratzenerweiterung“, ergänzt er mit einem Augenzwinkern. Und in der Tat: Nachdem die Teilnehmer die Anfangsträgheit der Bords überwunden hatten, ging es flott weiter. Auf dem zweiten Platz landete Stephan Post, dritte wurde Antje Coordts (beide vorn).

Deutschlandachter kommt mit einem SH Netz Cup-Neuling nach Rendsburg

Deutschlandachter. Foto: Lennart Heyduck

Deutschlandachter. Foto: Lennart Heyduck

Ende Juli holte der Deutschlandachter Silber bei den Olympischen Spielen in Tokio. Anfang August kehrte das Team aus Japan zurück und verabschiedete sich in die trainingsfreie Zeit. „Die meisten von uns haben Heimaturlaub gemacht. Einfach mal wieder ein bisschen zu Hause sein, Zeit mit Familie und Freunden genießen“, erzählt Schlagmann Hannes Ocik. Jetzt sind die Sportler bereits wieder in Dortmund und bereiten sich auf den SH Netz Cup in Rendsburg vor.

Hannes Ocik und sein Team hoffen auf möglichst viele Zuschauer entlang der 12,7 Kilometer langen Strecke. „Das ist einfach eine Distanz, da sind wir auf die Zuschauer angewiesen, die uns pushen, ohne die geht gar nichts.“ In ihren etwa 20 Kilometer langen Rudereinheiten stimmen sich die Sportler aktuell auf Rendsburg ein. „Es geht jetzt noch darum, innerhalb der Mannschaft die Abstimmung zu verfeinern“, erklärt Ocik. Mit Wolf-Niclas Schröder ist ein SH Netz Cup-Neuling mit dabei. Er ersetzt Johannes Weißenfeld, der verhindert ist. Was sagt man jemanden, der die 12,7 Kilometer erstmals mit durchhalten muss? Ocik: „Es wird lang und hart, lang und hart.“

Für den Deutschlandachter ist das Rennen auf dem Kanal der Saisonabschluss. „Insgesamt ist das Event in Rendsburg echt cool“, so Ocik. Und trotzdem: Der Respekt schwingt mit. Am meisten freuen sich die Ruderer auf den Zieleinlauf, wenn die härteste Distanz des Jahres wieder einmal hinter ihnen liegt.

Das längste Ruderboot der Welt ist in Rendsburg angekommen

Das längste Ruderboot der Welt ist in Rendsburg angekommen

Mehr als 2000 Kilometer in gerade einmal zwei Tagen. Wolfgang Berndt, sportlicher Leiter beim SH Netz Cup, zeigt großen Einsatz für die inzwischen 21. Auflage der Veranstaltung. Am Montag machte er sich auf den Weg nach Zürich in die Schweiz, um den „Stämpfli-Express“ persönlich an den Nord-Ostsee-Kanal zu bringen. Am späten Dienstagabend war die Tour fast geschafft. „0.50 Uhr Ankunftszeit sagt der Computer“, sagte Berndt gegen 23 Uhr am Telefon. „Ich fahre und der Bootswagen folgt mir unauffällig.“

Das längste Ruderboot der Welt wird am Sonntag in Breiholz an den Start gehen und die gesamte Marathon-Distanz zurücklegen, die auch die internationalen Achter eine Stunde später in Angriff nehmen. Der große Unterschied: Im „Stämpfli-Express“ sitzen nicht acht, sondern 24 Personen – allesamt erfahrene Ruderer. Bewerbungen um einen der begehrten Plätze gab es dreimal so viele. In welcher Zeit die bunt zusammengewürfelte Truppe die Strecke zurücklegt, und ob sie es überhaupt schafft, zeigt sich am Sonntag, 29. August, ab 13.15 Uhr. Soviel steht allerdings fest: Die Sportler sind mehr als nur motiviert.

100 Drohnen verzaubern den Nachthimmel

100 Drohnen verzaubern den NachthimmelNach der offiziellen Eröffnung des 21. SH Netz Cup am Freitagabend wird es magisch am Nachthimmel über dem Nord-Ostsee-Kanal: Um 22.50 Uhr steigen 100 Drohnen vom Rendsburg Port aus in die Luft. Während einer etwa neunminütigen Show zaubern sie rund acht unterschiedliche Motive in den Himmel, die vom nördlichen Kanalufer aus bestens zu sehen sein dürften. Gesteuert werden die Flugobjekte von der Kieler Firma „Zouber“.

An Land bauen die Lichtdesigner eine Station auf. „Die verbindet sich mit den GPS-Satelliten und dient den Drohnen als zusätzlicher fixer Orientierungspunkt an Land“, erklärt Mark Alberts aus dem Team. Jede einzelne Drohne meldet sich an ihrer Position im System an und bekommt ihren eigenen Weg inklusive der Farben für die Show per Wlan aufgespielt. „Die Drohnen fliegen dann mit einer Genauigkeit von 30 Zentimetern ihren Weg ab und vergleichen zweimal pro Sekunde ihre Position.“ Und welche Motive werden gezeigt? Auf diese Frage hat Mark Alberts eine ganz kurze Antwort: „Überraschung“.

Schwimmen neben den großen Pötten

7. Sparkassen-Canal-Triathlon

Sparkassen-Canal-Triathlon

Knapp 100 Sportler haben sich bereits für den Sparkassen-Canal-Triathlon, der am 28. August im Rahmen des SH Netz Cup stattfinden wird, angemeldet. „Wir sind aber noch um jeden froh, der dazukommt“, sagt Matthias Wachten. Er löst den Schacht-Audorfer Klaus Waskönig nach 20 Jahren als Leiter ab. Um zehn Uhr starten die Sportler in ihren Wettkampf. Sie müssen 500 Meter schwimmen, 25 Kilometer Rad fahren und fünf Kilometer laufen.

Das Besondere: Für die Schwimmdisziplin springen die Teilnehmer ins Wasser des Nord-Ostsee-Kanals. „Mit viel Glück kommt dann auch noch so ein Hochseeschiff vorbei. Dadurch ist der Triathlon hier schon ziemlich attraktiv“, so Wachten. Normalerweise ist das Schwimmen in der meist befahrenen künstlichen Seeschifffahrtsstraße der Welt nämlich verboten. Gefährlich wird es für die Sportler trotzdem nicht. Wachten: „Geschwommen wird nahe der Kaimauer.“ Er grinst: „Und wenn man halbwegs geradeaus schwimmen kann, ist da kein Kontakt möglich.“ Natürlich ist auch das Team der DLRG wieder vor Ort, um für Sicherheit zu sorgen. Matthias Wachten und sein Team schätzen die familiäre Atmosphäre der Veranstaltung und freuen sich riesig auf Samstag. „Ein Highlight ist natürlich auch das Rahmenprogramm – und dass das Ding überhaupt stattfinden kann.“ Wer dabei sein möchte, muss sich spätestens bis Montag, 23. August, entschieden haben.

Hier geht’s zur Anmeldung: triathlon-doerpsee.de.